Die Kunst des sanften Siegens 2017-06-01T18:22:10+00:00

Die Kunst des sanften Siegens

Erfolgreich mit Diplomatie

Ob in Wirtschaft, Management, Politik oder Gesellschaft: Wir fühlen uns von „Fronten“ umgeben, führen Rabattschlachten, bilden Allianzen und erobern den Markt. Doch sind Kriegsrhetorik und Kampf die einzige Lösung für Konflikte und im harten Wettbewerb? Destruktiver Umgang kennt am Schluss nur Verlierer.

Diplomaten weisen einen anderen Weg. Mit Klartext im Inhalt, Eleganz im Ausdruck und Achtsamkeit im Umgang werben sie für eigene Positionen, bringen Bewegung in festgefahrene Verhandlungen, nehmen Hiobsbotschaften den Stachel und setzen auf menschliches Krisenmanagement, wenn eine Beziehung auf der Kippe steht.

Inspiration und spannende Unterhaltung

Die Business-Vordenkerin und Spitzendiplomatin Gerlinde Manz-Christ plädiert für sanfteren Wettbewerb.

Sie gewährt spannende Einblicke hinter die Kulissen der Macht, erzählt von faszinierenden Begegnungen mit herausragenden Persönlichkeiten und lässt den Reiz fremder Kulturen lebendig werden.

Lassen Sie sich unterhalten und inspirieren und erfahren Sie, wie Sie mit Diplomatie Ihre Ziele verwirklichen und Menschen für sich gewinnen.

Pressemitteilung

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Goldegg Verlages, 23. September 2015

Buch Die Kunst des sanften Siegens – 2. Auflage

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Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
Verlag: Goldegg Verlag Berlin – Wien
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3902991836
ISBN-13: 978-3902991836

Die Autorin Dr. Gerlinde Manz-Christ

Dr. Gerlinde Manz-Christ ist promovierte Juristin, Diplomatin, Wirtschaftsexpertin und gefragte Keynote-Speakerin. Nach vielen Jahren im diplomatischen Dienst für Österreich und zuletzt als Leiterin der internationalen Kommunikation und Regierungssprecherin des Fürstentums Liechtenstein, widmet sie sich heute mit Herzblut der „Business-Diplomatie“ und berät Unternehmen schwerpunktmäßig in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung.

dr-gerlinde-manz-christ-portrait

Sie lehrt als Dozentin an der Universität Innsbruck und an der Diplomatischen Akademie Wien. Als „Diplomatin für Wirtschaft und Politik“ ist es heute Teil ihrer Mission, ihre Erfahrungen aus der Diplomatie Unternehmen zugänglich zu machen, um dort die Kommunikation zu verbessern, Konflikte zu lösen und Win-Win-Situationen zu schaffen.

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Das Buch in der Öffentlichkeit

Medienberichte

[Artikel] – Die Führungskraft der Zukunft ist ein Coach, Computerwoche, 29.07.2016

[Artikel] – Gründer und Unternehmer brauchen einen Sinn, Investorszene, 23.03.2016

[Artikel] – Möge der Bessere die Verhandlung gewinnen, Wirtschaftswoche, 20.03.2016

[Artikel] – Buchtipp, Einkaufsmanager, 22.02.2016

[Radiobeitrag] – Radiowohnzimmer, Menschen im Gespräch, Rai Südtirol, 28.01.2016

[Radiobeitrag] – Thema Wirtschaft, Rai Südtirol, 27.01.2016

[Artikel] – Vertrauen als Erfolgsfaktor, Frankfurter Rundschau, 13.01.2016

[Artikel] – Buchbesprechung: Erfolgreich mit Diplomatie, RAS, 12.2015

[Artikel] – Die Wirtschaft braucht heute mehr Diplomatie, Kärntner Wirtschaft, 18.12.2015

[Artikel] – Erfolgreich mit Diplomatie, Redaktion Die Ratgeber, 12.2015

[Artikel] – In kriegerischen Zeiten ist Diplomatie gefragt, Kurier, 07.12.2015

[Artikel] – Die Kunst des sanften Siegens, Wirtschaftregional, 28.11.2015

[Radiobeitrag] – Die Kunst des sanften Siegens, ORF Radio Vorarlberg, 23.11.2015

[Interview] – Die Kunst des sanften Siegens, Futability Blog, 23.11.2015

[Artikel] – Blickpunkt-KMU (CH), 05.11.2015

[Buchtipp] – Die Kunst des sanften Siegens, Liechtensteiner Volksblatt, 21.10.2015

[Artikel] – „Neues Buch zur Kunst des sanften Siegens“, Vorarlberger Nachrichten, 21.10.2015

[Artikel] – Buchbesprechung, Wien Heute, 12.10.2015

[Artikel] – Gewinne durch clevere Schachzüge, Tiroler Tageszeitung, 10.10.2015

[Radiobeitrag] – Klar in der Sache, gewinnend im Ton, Radio Liechtenstein, 08.10.2015

[Artikel] – Die Kunst des sanften Siegens, Das Anlegerportal, 04.10.2015

[Artikel] – Mehr Diplomatie schafft mehr Erfolg, Kurier, 03.10.2015

[Artikel] – Bücherecke: Maas Rhein Zeitung, 29.09.2015

[Interview] Die Kunst des sanften Siegens. Erfolgreich mit Diplomatie, Wirtschafts|Zeit, 24.09.2015

Pressestimmen

„Lektüre für Führungskompetenz … Die versierte Diplomatin hält ein Plädoyer für sanfteren Wettbewerb und Umgang miteinander – auch und gerade in der Wirtschaft.“ Format, 31.07.2015

„Mehr Diplomatie schafft mehr Erfolg.“ Kurier, 03.10.2015

Leserstimmen

„Die ersten Seiten sind schon gelesen. Mir gefällt die Entwicklung der Gedanken in klar und schön formulierten Sätzen mit interessanten Wortspielen. Es tut gut, wieder einmal ein Buch zu lesen, dessen Inhalt nicht nur interessant, sondern auch gut geschrieben ist.“ – Béatrice Hunkeler, Küssnacht a.R.

„Übers Wochenende bin ich bei Ihrem Buch regelrecht „stecken geblieben“. Ich habe es mit grossem Vergnügen gelesen, aus verschiedenen Gründen: Erstens finde ich es wunderbar geschrieben. Wodurch auch der zweite Grund mehr als klar wird: wie Sie Ihre Erlebnisse als Diplomatin schildern, authentisch, packend, auch berührend, ist wirklich erstklassig. Geschichten wie die jüdische Dame aus New York zum Beispiel (was mich als Tochter einer jüdischen Mutter mit vielen ähnlichen Geschichten natürlich erst recht bewegt). Grossartig finde ich auch, mit welche Deutlichkeit Sie den Wirtschaftsleuten den Spiegel vorhalten. Dass Sie gerade deshalb offenbar auch engagiert werden, spricht eigentlich für die Lernfähigkeit der Wirtschaftswelt… Sie machen im Buch einen sehr selbstbewussten Eindruck, was mich bei einem Mann als Autor wohl etwas gestört hätte. Bei einer Frau, das gebe ich zu, finde ich es richtig. Wir stellen unser Licht zu oft unter den Scheffel und deshalb freut es mich, wie Sie Ihren Erfolg im Buch nicht verstecken. Vor allem aber merkt man Ihnen die Liebe zu den Menschen an. Ich danke Ihnen dafür.“ – Esther Girsberger, CEO, speaker.ch

„Sie sprechen mir aus dem Herzen.“ – Erich Ramsauer, Leiter Institutionelle Kunden, Bank J. Safra Sarasin Ltd., Zürich

Als Königsdisziplin der Kommunikation wird Diplomatie ja gerne bezeichnet – und oft belächelt. Letzteres vor allem, wenn sie, wie in blutigen Konflikten der Gegenwart – zu scheitern scheint. Meist ist das Scheitern mit seinen dramatischen Konsequenzen ungleich medienwirksamer als jeder stille Erfolg diplomatischen Geschicks. Die ehemalige Diplomatin hat Erkenntnisse aus ihrem Metier als Leitfaden für das internationale Geschäftsleben aufbereitet. Eine spannende Aufgabe. Ist sie ihr gelungen? Im wesentlichen: Ja … Durch die amerikanisch anmutende Schilderung zahlreicher Situationen, persönlicher Begegnungen und erlebter „Fettnäpfchen“ werden die Schilderungen greifbar. Die Autorin plaudert aus ihrer Erfahrung, mit pointierten Anekdoten und Bonmots. Dabei fallen etliche nützliche Stichwörter, von Anerkennung, Charisma, Rollenwechsel, „kollektive Intelligenz“ bis Sinnstiftung, die die Autorin auf eine Weise im Text vermittelt, dass sie beim Leser „sickern“ und nachwirken.  Fazit: Durch persönliche Erfahrung gewonnene, gut lesbare und auch praktisch anwendbare Erkenntnisse.“ – Gunther Neumann, internationaler Konfliktberater, Wien

„Ich bin BEEINDRUCKT! … tolle Autorin … der Kapitel-Aufbau ist bestechend: Zunächst die hinlänglich und klar untermauerte Formulierung des Zieles und dann das entsprechende Beispiel aus der Praxis als Abschluss, sozusagen um das vorher Formulierte quasi festzuzurren. Chapeau!“ – Prof. Hubert Wachter, vorm. Senior Editor, News, St. Pölten

„Dein Buch … ist genial, meine Gratulation. Es ist genau die Philosophie, die wir für die Lösung der Probleme heute brauchen …“ – Gerhard F. Klügl, Aurachirurg, Ruggell

„Mit diplomatisch-sanftem Ton zeigt Dr. Manz-Christ Wege aus Sackgassen auf. Sie beschreibt in ihrem Buch wie mit Korrektheit und Geschick auch schon zum Scheitern verurteilte Verhandlungen doch noch einer Lösung zugeführt werden können. Die Mischung aus wahren Gegebenheiten, persönlichen Erlebnissen und klaren Handlungsempfehlungen machen dieses Buch absolut lesenswert. Die Umsetzung im (Berufs-)Alltag ist einfach – wir müssen es nur wollen und auch tun.“ – Dr. Wolfgang Frick, Geschäftsleiter Marketing und Sortimentsmanagement, SPAR

„Ein wohltuendes und zugleich leicht lesbares Buch. Die vielen von der Autorin selbst erlebten Geschichten und Geschichtchen aus der internationalen Politik geben zudem einen spannenden Einblick in die aktuelle Welt der Diplomatie und räumen mit so manchen Vorurteilen zum Thema auf!“ – Mag. Peter Marte, Leiter der Landespressestelle Vorarlberg

„Dein Buch … Gratuliere! Es hat mir sehr gut gefallen … Ich werde es auf jeden Fall empfehlen und das Buch besonderen Leuten schenken!“  – Hermine Haug, Leiterin Zentrale Dienste, Amt für Volkswirtschaft, Schaan

Gerlinde Manz-Christ im Interview

interview-gmcWarum, Frau Manz-Christ, glauben Sie, dass es Zeit für eine neue Kultur der Kommunikation in der Gesellschaft ist?

Wenn wir Wirtschaft, Politik und Gesellschaft betrachten, bemerken wir, dass es zu einer wachsenden Verrohung der Sprache kommt. So beschreiben etwa Kriegsmetaphern mittlerweile an sich ganz normale Zusammenhänge, und die Hemmschwellen, dem anderen verbal zu nahe treten, sinken kontinuierlich. Da aber Kommunikation das zentrale zwischenmenschliche Element darstellt, verursachen unbedacht gewählte Worte häufig eine mehr oder weniger starke Störung in der Beziehung.

Denn selbst, wenn Sie sich entschuldigen, können Sie einmal Gesagtes nicht mehr zurückholen. Stellen Sie sich eine zerbrochene Vase vor, die wieder geklebt wurde. Ganz gleich, wie akribisch Sie vorgegangen sind – sie wird nie wieder so sein wie zuvor. Ebenso geht es einer Beziehung, die einmal „verbal beschädigt“ wurde. Wenn Sie ein Unternehmen haben, kostet Sie das Geld. Stehen Sie an der Spitze einer Partei, kann es das Wohl nicht nur Ihrer Wähler, sondern aller Bürger beeinträchtigen.

Welche Auswirkungen hat das auf die Menschen, die in diesem kommunikativen Umfeld groß werden und die darin leben müssen?

Prominente Vertreter von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind immer auch Vorbilder für den Einzelnen, leider oft negative. Sie legitimieren den respektlosen Umgang zwischen den Menschen durch ihre Leuchtturmfunktion. Dazu muss dieser Einzelne noch nicht einmal ein Anhän-ger oder gar Fan sein, der einem falschen Ideal nacheifert. Es genügt schon, in den Medien und im Beruf Tag für Tag mit diesem Mangel an Respekt konfrontiert zu werden um zu glauben, diese sprachlichen Scharmützel seien normal. Und so verändert sich die Kommunikation schleichend, oft unbemerkt, bis der Schaden schließlich offenbar wird und nur schwierig wieder zu beheben ist.

Welchen Stellenwert messen Sie den digitalen Medien in diesem Zusammenhang zu?

Einen immens großen. Prinzipiell sind die neuen Medien eine gute Sache, wenn Sie die analoge Kommunikation, Auge in Auge, ergänzen, statt sie zu ersetzen. Außerdem sollten die Regeln der Höflichkeit, die im persönlichen Kontakt gelten auch online Gültigkeit besitzen. Das scheint mir mittlerweile aber kaum noch der Fall zu sein. Der digitale sprachliche Sittenverfall läuft dem analogen voraus und spiegelt wieder auf Letzteren zurück – eine gefährliche Abwärtsspirale.

In Ihrem Buch Die Kunst des sanften Siegens sprechen Sie von „Digitaldiät“. Wie meinen Sie das? Sind wir zu digital? 

Mit Digitaldiät meine ich einen sinnvollen, reflektierten und gesundheitlich verträglichen Einsatz von digitalen Medien. Praktisch bedeutet das: Qualität vor Quantität, massvoll und gezielt eingesetzt und vor allem mit persönlicher Kommunikation verknüpft. Nur so entfalten diese Medien echte Wirkung.

Und hier ist weniger tatsächlich mehr. Denn das erlaubt mir, mich wirklich auf die Inhalte zu konzentrieren und einen Mehrwert für mich und andere zu schaffen. Nur so mache ich die digitalen Medien zu einem wertvollen Teil meiner privaten Kommunikation und zu einem wirkungsvollen Instrument meiner wirtschaftlichen Existenz. Wenn wir digitale Medien zum Selbstzweck verkommen lassen, fühlen Menschen sich oft zugemüllt und klicken auch wichtige Botschaften sehr schnell weg. Kommt dann noch ein permanent roher Stil hinzu, führt die Omnipräsenz digitaler Niveaulosigkeit zu innerer Abstumpfung und zum Verlust essenzieller Regeln des Zusammenlebens.

In Unternehmen entwickle ich gemeinsam mit Führungskräften jeweils eine eigene „Digitaldiät-Strategie“ mit dem besten aus den beiden Welten analog und digital. In ihr kombinieren wir die Urform menschlicher Kommunikation, Rede und Gegenrede, Auge in Auge, verbal und nonverbal, mit modernen Tools zu effektiver und effizienter Kommunikation, die Menschen verbindet und auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufbaut.

Der volle Titel Ihres Buchs lautet: Die Kunst des sanften Siegens. Erfolgreich mit Diplomatie. Was ist Ihr Anliegen. Gibt es nicht schon genug Kommunikationsbücher?

Bücher, die Menschen helfen, besser miteinander zu reden und effektiver zu kommunizieren, kann es kaum genug geben. Ohne Kommunikation ist Menschsein nicht denkbar. Ich verstehe Kommunikation sehr weit gefasst als „Umgang miteinander“. Ein menschliches Zusammenleben, das auf einer Grundhaltung des Wohlwollens beruht, fördert Lebensqualität, Wohlbefinden und Gesundheit – also genau das, was so viele Menschen derzeit in Unternehmen und anderen Organisationen vermissen, ja was sie teilweise regelrecht krank macht, emotional wie physisch. In meinem Buch geht es entsprechend nicht um technische Kniffe, wie wir zu einem Konsens zwingen oder überreden, der uns ein bisschen mehr hilft als dem Gegenüber. Denn genau das liefern viele Ratgeber, um Leser anzulocken. In Die Kunst des sanften Siegens beschreibe ich eine innere Grundhaltung des Respekts dem anderen gegenüber, die meine Kommunikation gegen absichtliche und versehentliche Bösartigkeiten immunisiert.

Für mich führt vom Respekt ein direkter Weg zur Herzensbildung beziehungsweise eher von der Herzensbildung zum Respekt, denn diese ist die Voraussetzung.

Zwar ist jeder Mensch zum Mitgefühl fähig, aber ob er diese Fähigkeit auch tatsächlich einsetzt und fördert, hat viel mit seiner persönlichen Entwicklung zu tun. In unserer schnelllebigen, auf Selbstoptimierung fokussierten Zeit scheint es mir nicht selten an Herzensbildung zu mangeln, was häufig über fehlenden Respekt wiederum zu unangemessener Kommunikation führen kann. Dieser Entwicklung möchte ich entgegensteuern.

Respekt führt also natürlich zu achtsamer Kommunikation? Leben wir nicht in einer Zeit, die aufs Gewinnen gegen andere ausgerichtet ist?

Wir brauchen heute mehr denn je ein respektvolles Miteinander, weil die Zahl der Kontakte rasant wächst und jeder Einzelne in immer mehr Gruppen und sozialen Netzwerken eingebunden ist. Ohne Respekt für das Gegenüber funktioniert kein Team, keine Familie, keine Nachbarschaft, egal auf welcher Ebene. Die damit verbundene Rücksicht, Wertschätzung und Aufmerksamkeit für andere und anderes braucht eine Haltung, die von echtem Interesse für die Mitmenschen und eine wache Aufmerksamkeit für alles um uns herum geprägt ist. Wer sich respektvoll verhält, der begegnet seinem Gegenüber auf Augenhöhe und mit grundsätzlichem Wohlwollen. Das verhindert Aussagen, die als „unbedacht“ oft zu Unrecht verharmlost werden.

Das klingt zunächst einmal sehr schön und wünschenswert. Werden in einer solchen Welt nicht die „Wölfe“ die „Schafe“ fressen?

Das klingt jetzt so, als sei es dumm, respektvoll und wohlwollend zu sein und Verständnis für den Verhandlungspartner aufzubringen. Das ist es aber ganz und gar nicht – im Gegenteil. In unserer komplett vernetzten Welt ist dauerhafter Erfolg ohne andere kaum möglich. Natürlich können Sie Menschen verbal überfahren und Sie geschäftlich übervorteilen. Aber dieser Erfolg wird nicht von Dauer sein, wenn Ihr Ruf sich erst einmal herumgesprochen hat. Auf lange Sicht gewinnen die, die sich an die Regeln der Gemeinschaft halten und die in anderen Menschen nicht nur ein Mittel zur eigenen Erfolgsmaximierung sehen.

Ausserdem heisst es im Untertitel meines Buchs: Erfolgreich mit Diplomatie. Der Diplomatie eilt der falsche Ruf voraus, weichgespült zu sein und um den heissen Brei herumzureden. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Diplomaten können, ja müssen, klar in der Sache sein und sind es auch. Der Ton, den sie anschlagen, ist aber formvoll, elegant und gewinnend. Denn wenn Sie jemanden auf Ihre Seite ziehen wollen, bringt es wenig, wenn Sie ihn vor den Kopf stossen – vor allem, wenn sein Entgegenkommen ein starkes Zugeständnis impliziert. Nur wenn Sie verstehen, was den anderen bewegt, wenn Sie ernst nehmen, was ihn sorgt und wenn Sie zuerst den Menschen vor dem Gegner wahrnehmen, können Sie eine Welt kreieren, in der alle gewinnen, und damit auch Sie. Und genau dafür trete ich ein.